Literaturverlage

Literaturverlage, wie beispielsweise der Literaturverlag Nina Roiter, sind im Großen und Ganzen gesehen ein Wirtschaftsunternehmen, welcher sich im Bereich eines sogenannten Herstellenden Buchhandels befindet. Die Hauptaufgabe eines solchen Verlags besteht darin, dass die Schriften eines Autors vervielfältigt und verbreitet werden. Durch die Hilfe eines Verlags können diese Schriften einem großen Publikum zugänglich gemacht werden.  Aus dem Jahr 2005 sind im Börsenverein des Deutschen Buchhandels etwa 1.800 Verlage verzeichnet, die Mitglied in diesem Verein sind. Berlin und München gehören mit je 155 Verlagen zu den größten Verlagsstädten Deutschlands und sind Dreh- und Angelpunkt für den deutschen Buchmarkt. 

Das Wachstum in der Buchindustrie ist überwiegend abgeflacht. Die Mitte der 1990er Jahre zeigt, dass das Wachstum im deutschen Buchhandel dort noch bei 3 bis 4 % lag, heute ist es gerade noch 1 %. Dabei nimmt die Belletristik ein Drittel vom Gesamtumsatz ein, Fachbücher und Sachbücher folgen. Allerdings haben Literaturverlage auch mit Herausforderungen in Bezug auf das digitale Zeitalter zu kämpfen, sodass sie sich unzähligen Problemen stellen müssen.  In der heutigen Zeit sind bereits unzählige Verlage ins Onlinegeschäft eingetreten, doch auch damit können sie nicht unbedingt kommerzielle Erfolge erzielen. Der Grund dabei liegt darin, weil Verlage oftmals auch über kein wirksames Modelle in ihren Geschäftsplänen verfügen, damit sie ihre Internetpräsenz auch tatsächlich realisieren können.  Ein weiteres Problem für diverse Produkte ist es, dass die User, die das Internet nutzen, einem sogenannten Umsonst-Prinzip folgen. Das bedeutet, dass sie auch nicht bereit dazu sind, für Inhalte zu zahlen, welche im Internet publiziert wurden, denn das Internet sollte mehr oder weniger kostenfrei sein. Somit sind auch die Internetauftritte vieler Verlage nicht rentabel. Sie dienen vielmehr einfach einer Außendarstellung.

Dennoch setzen die Verlage auf unterschiedliche Geschäftsmodelle. Nur mit diesen können sie auf dem heutigen Markt tatsächlich noch bestehen.  Als Beispiel sei das Printing-on-Demand genannt. Aufgrund der digitalen Manuskripte, können die User schon vorab einen Einblick in die Werke erhalten, welche bislang ungedruckt sind. Besteht ein Bedarf auf diese Bücher, können diese in kleineren Auflagen mit geringen Kosten produziert werden. So kann die Angebotsvielfalt erhöht werden. Somit beteiligen sich bereits einige Verlage an dem sogenannten Self-Publishing. Die Existenz eines Buches oder im Allgemeinen die Printmedien, wie wir sie heute kennen, ist weiterhin nicht bedroht. Es bedeutet lediglich, dass eine Funktion jeglicher Printmedien sich ausdifferenzieren wird. Für derzeitige aktuelle und auch zeitige Informationsversorgungen sind das Radio, Internet und das Fernsehen zuständig.  Der Konsum einer Zeitung oder eines Buches hebt sich deutlich vom Surfen im World Wide Web ab. Printmedien aus dem Verlag sind greifbarer und auch portabler als das unzählige Onlineangebot. Zum Beispiel lässt sich ein Buch mit sich herumtragen und anfassen. Eine Auseinandersetzung mit Printmedien erfolgt somit auf eine komplett andere Weise als es mit dem Internet der Fall ist. 

In ihrer allgemeinen Struktur werden sich die Verlage zu ganz umfassenden Medienhäusern verändern. Sie entwickeln sich stetig weiter und werden über verschiedene Kategorien Informationen anbieten, welche konsumierbar sind. Dabei kann der Kunde alleine entscheiden, ob er auf ein Online- oder auch Offlineangebot zurückgreifen möchte oder auf die neueste Technik, die sogenannten E-Book-Reader, welches das Lesen zum Mitnehmen angenehmer gestalten. Aber auch in diesem Bereich werden die Verlage in naher Zukunft nicht gänzlich zurückgreifen, sodass Verlage weiterhin auf ihre traditionellen Printmedien setzen werden.


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